rathaus

Wie Benneckenstein zu seinen Rathäusern kam

    

Bauphase 1997 und einige Fundstücke am Schwarzburger Rathaus

Die Geschichte der Benneckensteiner Rathäuser läßt sich mehrere

hundert Jahre, bis über die Dreiteilung des Ortes

(ab1583) hinaus, zurückverfolgen.

Das Rathaus der Schwarzburg-Rudolstädter Herrschaft

(nach dem 30 jährigen Krieg wieder aufgebaut)

ist uns bis heute noch (neu saniert) erhalten.

Der Amtssitz der Schwarzburg-Sondershäuser Schulzen soll das Haus

"Ecke Klausberg/Oberbruch"

gewesen sein, während das Haus "Oberstadt Nr. 7",

die sogenannte "Veddie" (Vogtei) schon vor über 500 Jahren als Sitz der

Hohnsteiner Vögte diente.

Nach der Wiedervereinigung der Ortsteile durch den Preußenkönig

Friedrich II. im Februar 1741 hat das Haus "Oberstadt Nr.6"

(die spätere Drogerie) die Funktion des gemeinsamen Amtsitzes

übernommen. Dieses Haus soll übrigens etwa 100 Jahre

der Verwaltung gedient haben.

1868 ist es mit noch weiteren 8 Gebäuden von einem Großbrand

vernichtet worden und danach wieder aufgebaut worden.

Als 1901 der Verkauf der Försterei auf dem Teichdamm

zur Debatte stand, reagierte Bürgermeister Schoch umgehend.

Eiligst versuchte er durchzusetzen, dieses Haus

"zum Zwecke der Verwaltung" in den städtischen Besitz

zu übernehmen.

Ein Konflikt, durch Bürger der Stadt ausgelöst,

endete zu Gunsten des Stadtoberhauptes und seiner

16 ihn unterstützenden Stadtverordneten.

Im alten Rathaus, was nur durch die schmale Braugasse vom

neuen getrennt war, verblieb nur noch die Kurverwaltung.

1905, als der Umzug abgeschlossen war, wurde dort

für ein paar Jahre eine "Privatschule" eingerichtet.

1938 brannte das Haus über Nacht ab.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich allerdings die Stadtverwaltung

schon nicht mehr nebenan, denn die einst mit Ärger erworbene

Immobilie hatte nicht mehr den gestiegenen Ansprüchen

der Stadtväter genügt.

Walter Bock, am 21.Januar 1936 vom Regierungspräsidenten als

Bürgermeister in Benneckenstein eingesetzt, der sich mit

"Eisernen Besen" einführte, war auf das leer- und zum

Verkauf -stehende Haus in der Bahnhofstraße aufmerksam

gemacht worden.

Allerdings verfügte die Stadt nicht über die für den Erwerb

erforderlichen Mittel, so dass das Projekt Wunschdenken

geblieben wäre, wenn nicht zufällig der seit 1911 in

Benneckenstein niedergelassene Arzt Dr. Richard Noack

im Finanzausschuß der Stadt tätig gewesen wäre.

Der bot seine Hilfe an - Und nach nicht einfachen Verhandlungen

kaufte Dr. Noack das Anwesen für 25. 000 Reichsmark und stellt es

zwecks Verwendung als Rathaus der Stadt über ein

Mietverhältnis zur Verfügung.

Im Mai 1940 überließ Dr. Noack das Rathaus seiner Stadt

Benneckenstein, laut Staatssekretär Neidt, als Geschenk.

Jedoch soll Dr. Noack doch nicht so selbstlos gewesen sein, denn die

Stadt Benneckenstein erteilte die Bauerlaubnis und die

Zuverfügunstellung einer Bauparzelle für das 1937 errichtete

Lungensanatorium

Unser Rathaus heute

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