harzweihnacht

Weihnachten

Weihnachten, wenn es über den Bergen schneit,

sind unsere Gedanken in Benneckenstein.

Wer möchte nicht zur Weihnachtszeit

mal für ein paar Stunden zu Hause sein?

 

Wir bleiben doch fremd, wo immer wir leben,

für uns ist „zu Hause“ nur Benneckenstein.

Keine größere Freude könnte es geben,

als zum Fest wieder daheim zu sein.

 

Zur Christmette sind wir stets gegangen,

am Heiligen Abend waren frohe Stunden.

Wie da die Glocken soviel heller klangen,

sie sind mit unserem Schicksal eng verbunden.

 

Aus hellen Fenstern strahlen Christbaumkerzen,

bescheidene Gaben lagen unterm Weihnachtsbaum.

Ein jeder gab das Wenige aus vollem Herzen,

welch Glück und Freude barg der kleine Raum!

 

Spät abends sind wir hinausgegangen,

wer war nicht einmal wenigstens dabei,

wenn wir in kalten Strassen Weihnachtslieder sangen

um Mitternacht, damit die frohe Botschaft allen sei.

 

Das Heimweh, das ist unser Herzeleid,

wohl jeden von uns quälen diese Schmerzen,

am schlimmsten aber stets zur Weihnachtszeit,

dann brennt die Sehnsucht tief in unserem Herzen.

 

Weihnachten, wenn es im Harz geschneit,

quält uns die Sehnsucht nach Benneckenstein.

Wer möchte nicht in dieser Heiligen Zeit

Ein paar Stunden mal wieder zu Hause sein?

 

Otto Wedler überschrieb dieses Gedicht:

„Benneckenstein außerhalb der Heimat

Es entstand 1964

 

 

 Wiehnachtsjeschichte

 Großvaater konne wunderscheene Märchen un Jeschichten vorrtelln:

 „De Wiehnachtsmann wohnt da drewwene wiet hindern Brockene“, un hei wiese in der Richtunge, wu me von Schteinklimpe uht den hechsten Harzbarrij sein konne. „In den kleinen Schuppene näbm den schtorremzerzausten Wollekenhuse da obn op der Kuppe schtaht et ganze Jahr ewwer sien Rennschlenn. Enne Deer is nisch drahne, un jeder kann rinkucken. Ahn der Wand hängen de Kummete un de Klingeljescharre. In deipen, dunkeln Wäldern umme den Barrij rum leebm kwischen den andern Rudeln siene Wiehnachtsharrsche. In Simmere sind se von den andern Willeparrte nisch te underscheiden. Doch in Wintere, wenn doort de meterhoge Schnei lieht, un dat Rotwild in de jeschitzeten Dähldere runder nahm Mollekenhuse wesselt, bliebm bloß dei veir gretsten Harrsche oppen Brockene. In diesen Daagen vorr Wiehnachten ward ehr brunnet Fell scheiwitt, ehre Jeweihe ewwertrecken sek met glitzernden Ruhhreife, wie alle Beeme wiet un breit. Dei komm nune alle Nacht ahn de Futterschtidde, dei de Wiehnachtsmann ahn Wollekenhuse forr se het. In den letzten Daagen vorr Wiehnachten fittert hei se met Kastanien, dei disse veir Harrsche bie ehne uht der Hand fräten. Ahn Hillijen Abmde sind se so taahm, dat se de Wiehnachtsmann ahn sien Schlenn schpann kann.

Un ahn dissen einen einzjen Abmde sind dei Harrsche vorrzauwert, un se kenn met den Schlenne, wu de Wiehnachtsmann den pralln Sack vull met Schpeelkrahm hingene dropp ebungen het, hoch obm dorrich de Lifte brusen wie de Wind. Da sind se denn taur sellem Tied ewwerall. Te seihne is de Wiehnachtsmann in Liften bloß in den Momenten, wu hei bie helln Maanschiene met sien Rennschlenne ewwer dei goldenen Schtrahln fährt. In Benneckensteine schtellt de Wiehnachtsmann jeweehneklich sien Jeschpanne hinder’t ohle Schwarzburjer Rathus oppen Klusbarrije ahf. Dort sieht et kein Minsche. Von hiehe gaht nune de Wiehnachtsmann met sien Sacke tau alln Kindern un bringet Jeschenke; enne Ruute het hei nisch.

 Erzählt von Otto Wedler

Ich wünsche allen Besuchern ein frohes Weihnachtsfest



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