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Gegrillte Harzer Forelle

 

Pro Person eine Forelle, Zitronensaft, Salz, Butter, Petersilie, Öl.

Forellen gut waschen, säubern und die Kiemen entfernen, an jeder Seite zwei- bis dreimal leicht einschneiden, innen und außen salzen, mit Zitronensaft beträufeln und innen mit Butter und Petersilie bestreichen ( oder einfacher Kräuterbutter)

Von außen leicht einölen und bei nicht zu starker Hitze langsam grillen, dabei ab und an wenden.

 

Schierker gebackene Leber

 

150 gr Leber je Portion, 5 Eßl. Öl, Eierkuchenmasse nach Hausmacherrezept ohne Zucker, 1 – 2 Eßl. Mehl, 1 Bund Petersilie oder Schnittlauch, Paprika, Salz, Pfeffer.

 Die Leber wird in kleine Streifen geschnitten und von allen Seiten mit Paprika gewürzt. Den Eierkuchenteig ohne Zucker mit reichlich Petersilie, Schnittlauch und 1 Teel. Edelsüsspaprika zubereiten.

Die gewürzte Leber in Mehl wenden und durch den Eierkuchenteig ziehen und dann in heißem Öl von allen Seiten kurz braten. Man isst sie mit reichlich gebräunten Zwiebelringen zu Mayonaisensalat mit Kopfsalat oder zu Kartoffelbrei mit Spinat.

 

  

Warum die Harzer beim Schnaps trinken auf den Tisch klopfen

 Im Dreißigjährigen Krieg haben sich die Harzer Berg- und Hüttenleute recht energisch gegen die Übergriffe der Kaiserlichen zur Wehr gesetzt, die die Dörfer und Städte brandschatzten. Die Landsknechte wagten sich bald nur noch in großen Haufen in die Orte, da sie sich vor den Harzschützen, die ihre Gewehre unter den Kitteln trugen, mit Recht fürchteten. Die aber führten ihren eigenen Krieg gegen die Kaiserlichen und den Herzog von Braunschweig, der zu den Papisten hielt. Sie griffen die Kaiserlichen an, wo sie sie trafen, erbeuteten Regimentskassen und Nachschub. Was ihnen in die Hände fiel, wurde an die hungernde Bevölkerung verteilt.

Die braunschweigischen Amtsleute setzten Kopfprämien auf das Ergreifen der Harzschützen aus, hatten aber damit keinen Erfolg, da die Einwohner sie beherbergten und versteckten. Wenn die Tillyschen Landsknechte einen Harzschützen fingen, behandelten sie ihn wie einen Räuber und ließen ihn über die Klinge springen.

Da wurden sie dann heimlicher und verbargen sich in den Wäldern; viele mussten ihre Heimatorte verlassen und in andere Gegenden des Harzes hinüberwechseln, wo man sie nicht kannte. Um nun der Fremde ein Erkennungszeichen zu haben, verabredeten sie, wo sie sich an einem Tisch nieder ließen, erst mit dem Finger auf den Tisch zu klopfen, bevor sie das Schnapsglas in die Hand nahmen. Daran erkannten sich Gleichgesinnte, ohne dass den Spähern und Verrätern ihr Zeichen auffiel. Das Klopfen ist bei den Harzern bis auf den heutigen Tag üblich geblieben, wenn sie mit anderen an einem Tisch sitzen. Wer nicht mitklopft, gehört bestimmt nicht dazu.

(nach Pröle)

       



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